Brandmeister-Anwärter/in
Im Einsatzdienst der Feuerwehr gibt es z.Z. nur drei Frauen. Ziel ist es, verstärkt weibliche
Nachwuchskräfte für einen Einsatz im feuerwehrtechnischen Dienst zu gewinnen.
Wussten Sie z.B., daß Sie als
- Rettungsassistent/-in oder
- Krankenpfleger/Krankenschwester mit Erfahrung in der Notfallmedizin, Notfallambulanz oder im
OP-Einsatz)
auch ohne gewerblich-technische Berufsausbildung die rechtlichen Grundvoraussetzungen für die
Einstellung als Brandmeisteranwärter/-in bei der Feuerwehr Essen mitbringen?
Darüber hinaus wird beim sportlichen Eignungstest - in Anlehnung an die Bewertungskriterien des
Deutschen Sportabzeichens - zwischen männlichen und weiblichen Bewerbern unterschieden und eine
getrennte Punktebewertung vorgenommen.
Auch dies soll dem Ziel einer verbesserten Frauenförderung Rechnung tragen.
Der Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften wird bei der Berufsfeuerwehr Essen schon seit
Jahren ein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Der Einstellung von Nachwuchskräften geht
ein Auswahlverfahren voraus, in dem sportliche Übungen und schriftliche Eignungsnachweise zu
absolvieren sind. Entsprechend seiner Plazierung wird der Bewerber zu einem Einstellungsgespräch
geladen, wonach bei positiver Bewertung noch die "Hürde" der gesundheitlichen Eignung beim
Amtsarzt zu nehmen ist.
Durch den technologischen Fortschritt und die sich immer komplizierter darstellenden Aufgaben
der Gefahrenabwehr werden an die Vielseitigkeit der Berufsfeuerwehren -und somit an die
Ausbildung von Nachwuchskräften -höchste Ansprüche gestellt. Neben der Flut aller denkbaren
Arten von Brandeinsätzen und Rettungsdiensteinsätzen sind weitere Aufgaben im Bereich der
technischen Hilfeleistung und des Umweltschutzes hinzugekommen.
Nicht nur auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnologie, der Kommunikationstechnik und der technischen
Einsatzgeräte wird dem Feuerwehrmann ein hohes Maß an technischem Fachwissen vermittelt; auch
die medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten und die Handhabung und Anwendung
medizinischer Geräte zur Notfallversorgung stellt an die Ausbildung von Nachwuchskräften höchste
Anforderungen.
Die 18 Monate dauernde Ausbildung umfasst vier Ausbildungsabschnitte, die nach Ausbildungsinhalt
und Ausbildungsdauer gegliedert sind:
- Grundausbildung , Theoretische Rettungssanitäterausbildung (6 Monate)
- Rettungssanitäterausbildung im Krankenhaus (6 Monate)
- Rettungssanitäterausbildung in der Rettungswache
- Abschlusslehrgang der Rettungssanitäterausbildung mit Rettungssanitäterprüfung
- Berufspraktische Ausbildung Teil 1
- Ausbildung für Sonderfunktionen (5 Monate)
- Berufspraktische Ausbildung Teil 2
- Vorbereitung auf die Laufbahnprüfung und Ablegen der Laufbahnprüfung (1 Monat)
Während dieser umfangreichen und komplexen Ausbildung in allen theoretischen und praktischen
Bereichen werden den Auszubildenden die zur späteren Ausübung ihrer Tätigkeit erforderlichen
einsatztaktischen und technischen Zusammenhänge sowie die dazu erforderlichen praktischen
Abläufe dargestellt und vermittelt. Nach der Einweisung an Fahrzeugen und Geräten erfolgt die
taktische Ausbildung in allen Bereichen des Feuerwehrdienstes in Form von Einsatzübungen. Nicht
nur einsatztaktische Belange finden hier Berücksichtigung, vielmehr ist auch der Sinn darin zu
sehen, dass fast alle Situationen und Ereignisse zur Gefahrenabwehr, bei denen die Feuerwehr
eingesetzt wird, im Team bekämpft und bewältigt werden. Hiermit soll das Gruppenverhalten der
Auszubildenden geweckt und gefördert werden.
Ein weiteres wichtiges Ausbildungsziel ist die körperliche Ertüchtigung der Nachwuchskräfte.
Trotz allen technischen Fortschritts ist die Menschenrettung immer noch der Hände Arbeit und
setzt bei den Einsatzkräften der Feuerwehren eine besondere körperliche Leistungsfähigkeit
voraus. Der Stellenwert von Sport hat somit in den Stoffplänen für die Ausbildung von
Nachwuchskräften entsprechende Berücksichtigung gefunden. Die Übungen sehen Konditionstraining
und die Ausbildung im Rettungsschwimmen vor.
Die im Ausbildungsabschnitt 4 vorgesehenen Sonderausbildungen wie z.B. die Teilnahme an einem
Lehrgang über "Gefährliche Stoffe und Güter" , die Vermittlung von Grundkenntnissen im
"Strahlenschutz", eine erweiterte Ausbildung in der technischen Hilfeleistung sowie die
Ausbildung zum Rettungssanitäter tragen dazu bei, nach bestandener Laufbahnprüfung Kräfte zur
Verfügung zu haben, die vielseitig verwendet und eingesetzt werden können.
Nach Absolvierung der vorgesehenen Ausbildungsabschnitte wird am Ende des Vorbereitungsdienstes
die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst abgelegt. Über diese
grundlegenden Qualifikationen hinaus können nach Eignung und persönlicher Neigung weitere
"Sonderausbildungen" wie z. B. Leitstellentelegrafist, Feuerwehrtaucher, Feuerwehrlehrtaucher,
Bootsführer, Fahrlehrer, Atemschutzgerätewart,
Desinfektor,
Rettungsassistent, Lehrrettungsassistent, Drehleiter- und Kranmaschinist angeschlossen werden.
Kontakt-Adresse:
Walter Scharlewsky * Eiserne Hand 45 * 45139 Essen
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