Höhenrettung




Geschichte und Grundlage

Historisch gesehen liegen die Wurzeln der Höhenrettung in der ehemaligen DDR. Hochhäuser mit 11 oder mehr Etagen, die sogenannten Plattenbauten, entstanden in den größeren Städten. Normale technische Rettungsmittel wie z.B. Drehleitern reichten bei diesen Höhen nicht mehr aus. Aus diesem Grund wurde der Spezial–Rettungs–Dienst (SRD) gegründet.

Ausbildungsstätte ist früher wie heute auch für die Feuerwehr Essen die BKS Heyrothsberge bei Magdeburg.

Nachdem 1994 die Feuerwehr Essen verschiedene Rettungseinsätze in Höhen absolvieren mußte, beschloß die Branddirektion eine Höhenrettungsgruppe aufzubauen. Seit 1996 existiert die Sondereinsatzgruppe (SEG) Höhenrettung bei der Feuerwehr Essen und hat sich seit dem mehr als etabliert.



Ausbildung

Grundsätzliche Vorrausetzungen zur Ausbildung eines Höhenretters bei der Feuerwehr Essen sind:
Sichtungslehrgang:
Negativ-Leiter-Steigen


Die Grundausbildung Höhenrettungsdienst wird von der Berufsfeuerwehr Essen selbst durchgeführt und beinhaltet mindestens 80 Stunden Ausbildung mit den Schwerpunkten:
   


Nach Abschluss des Lehrganges muß der Kenntnisstand praktisch und theoretisch nachgewiesen werden. Erst dann kann ein Einsatz in der SEG Höhenrettung erfolgen.

Grundsätzliche Vorraussetzungen für die Ausbildung zum Ausbilder "spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" sind: Die Ausbildung zum Ausbilder erfolgt bei der BKS Heyrothsberge in Sachsen–Anhalt und beinhaltet unter anderem: Auch hier muß der Kenntnisstand praktisch und theoretisch nachgewiesen werden.




Einsatzgruppen

Bei der Berufsfeuerwehr Essen sind zur Zeit 45 Höhenretter im Einsatzdienst tätig. Sie sind in drei Gruppen (je Wachabteilung eine Gruppe) aufgeteilt. Jede Gruppe wird von zwei Ausbildern geführt.

Damit steht jeder Wachabteilung eine Höhenrettungsgruppe von zwei Ausbildern und 13 Mann zur Verfügung. Des weiteren ist jeweils ein Höhenretter jeder Gruppe auch Sachkundiger zur Überprüfung der Schutzausrüstungen, Geräte und Seile.

Außerdem wird jeder Höhenretter als "Erstsprecher" im Umgang mit suizid gefährdeten Personen geschult und ausgebildet.



Ausrüstung/Fahrzeug

Die Ausrüstung eines Höhenretters besteht aus einer persönlichen Schutzausrüstung und einer Poolausstattung.

Die persönliche Ausrüstung enthält einen wetterfesten Overall, einen Komplettgurt, Schutzhelm und Helmlampe, Rescuemesser und diverse Karabiner.

Das Fahrzeug der SEG–Höhenrettung wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung Fahrzeugwesen und den Höhenrettungseinsatzgruppen entwickelt.

Grundlage ist ein MB 313 CDI mit Kastenaufbau.

6 Sitzplätze, Navigationssystem (überörtliche Hilfeleistung), Mobiltelefon, Allwetterschutz, RTK 4–SL, ein 4m Funkgerät, sechs 2m Handsprechfunkgeräte sind Grundausstattung des Fahrzeuges.

Die erweiterte Ausrüstung Höhenrettung befindet sich in 20 Koffereinrichtungen als Festeinbau. Die Koffereinrichtungen sind so konzipiert, daß das Fahrzeug von innen komplett begehbar ist.

Zur erweiterten Ausrüstung gehören Statik– und Dynamikseile in unterschiedlichen Längen, Rettungsrucksack mit Beatmungsgerät, Luftrettungssack, Schaufeltrage, Vacuummatratze und Rettungsdreibein.

2002 wurde das Fahrzeug in Dienst gestellt und befindet sich auf der Feuerwache Stadt-Mitte.





Übungs-Fotos

   
Luftrettungsmittel Hubschrauber BWÜbung: Windenrettung

   
PersonenrettungGemeinsame Übung mit SEK Essen

   
Rettung einer verletzten Person aus einer FelswandSchrägseil


Einsatz-Fotos

   
Abseilen in BaugrubeBagger in Baugrube

   
Personenrettung BaggerfahrerBauarbeiter abgestürzt

      
Suizident auf Baukran



Kontakt

Koordinator
Uwe Sieger * Feuerwehr Essen * Eiserne Hand 45 * 45139 Essen
Tel: 0201-1237230 * Fax: 0201-1237239 * e-mail: uwe.sieger@feuerwehr.essen.de

Einsatzgruppe
Höhenrettung * Feuerwehr Essen * Eiserne Hand 45 * 45139 Essen
e-mail: hoehenrettung@feuerwehr.essen.de

Brandschutz-und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge

Leitstellenbroschüre Höhenrettung