Leitstelle
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Wolfgang Knorr komm. Lagedienstführer Leitstelle A-Tour |
Karl Holstein Lagedienstführer Leitstelle B-Tour |
Karl Eichler Lagedienstführer Leitstelle C-Tour |
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Jörg Heinrichs Schichtführer der A-Tour |
Hans-Jürgen Müller Schichtführer der B-Tour |
Michael Guttke Schichtführer der C-Tour |
Das sogenannte "Herz" der Berufsfeuerwehr Essen ist die integrierte Leitstelle für Feuerschutz,
Hilfeleistung und Rettungsdienst. Sie befindet sich auf der Feuerwache 1.
Hier laufen alle Meldungen auf, die über Notrufeinrichtungen, Telefon, Brandmeldeanlagen, Funk
oder Fax ankommen. Ständig geschaltete Telefonleitungen sowie moderne, computergesteuerte
Kommunikationstechnik garantieren eine schnelle Hilfe und eine reibungslose Koordination der
Einsätze. Anfragen aller Art werden von der Leitstelle entgegen genommen, beantwortet oder an
die zuständige Fachabteilung weitergeleitet.
Für den Betrieb der Leitstelle werden nur Feuerwehrbeamte eingesetzt, die langjährige
Praxiserfahrung im Brandschutz- und Rettungsdienst haben. Diese Ausbildung versetzt sie in die
Lage, schon bei der Entgegennahme von Notrufen gezielte Hinweise zu Verhaltensmaßnahmen geben zu
können und den Einsatz der erforderlichen Hilfsmittel zu koordinieren bzw. an entsprechende
Institutionen zu vermitteln.
Das Personal der Leitstelle arbeitet in einem 24-Stunden-Schichtbetrieb und besteht aus einem
Schichtführer sowie 24 eingeteilten Feuerwehrbeamten, auf drei Wachabteilungen verteilt. Eine
Leitstellen-Dienstgruppe besteht aus acht Feuerwehrbeamten, wobei drei Beamte ständig präsent
sein müssen. Der Leitstellendienst ist in vier Schichten aufgeteilt. In Stoßzeiten stehen
zusätzlich eine Aufsicht sowie ein weiterer Beamter zur Verfügung. Die Krankenwagendisposition
wird von einem zusätzlichen Beamten im Tagesdienst koordiniert. Im Rahmen des Rettungs- und
Krankentransportes sind neben den Fahrzeugen der Feuerwehr auch die Fahrzeuge der
Hilfsorganisationen (DRK, MHD, JUH, ASB) im Einsatz.
Aufgaben der Leitstelle:
- Entgegennahme von Meldungen, richtige Umsetzung und Einleitung von Maßnahmen
- Unverzügliche Einleitung von Einsätzen entsprechend der jeweils gültigen Ausrückeordnung
- Einsatz des Notarztes mit Rettungswagen sowie Rettungs- und Krankentransporte
- Einsatz und Leitung von Fahrzeugen und Hubschraubern im Funkverkehrskreis
- Überwachung aller laufenden Einsätze und Registrierung aller damit zusammenhängenden
Meldungen und Vorkommnisse
- Entgegennahme und Registrierung telefonischer Abmeldungen von Krankenhausstationen und
Weitergabe an die Rettungsdienst - Besatzungen
- Abwicklung des Funkbetriebes unter Beachtung der jeweils gültigen Dienstanweisung
- Annahme und Weitervermittlung von Telefongesprächen
- Bei Großschadenslagen Abwicklung aller ein- und ausgehenden Meldungen unter Beachtung der
hierfür jeweils gültigen Bestimmungen
- Koordination mit anderen Ämtern bei Schadenslagen
- Monatliche Probealarmierung von DLRG, THW, Freiwillige Feuerwehren
- Erkennen von Unregelmäßigkeiten in den Betriebsabläufen, Fehlereingrenzung, evtl.
Fehlerbeseitigung, ggf. Weiterleitung an den zuständigen Störungsdienst
- Erfassung, Pflege und Änderung von Dateien, Objekten, Straßen, Punkte, Adressen und
Informationen im Einsatzleitrechner
- Ausbildung von neuen Leitstellenbeamten

Leitstellenplatz
Alarmierung und Ausrücken:
In der Leitstelle:
- Alle Notrufe gehen automatisch in der durchgehend besetzten Leitstelle ein.
- Alle Angaben des Anrufers werden dort sofort in den Einsatzleitrechner eingegeben.
Der Leitstellen-Sachbearbeiter wählt ein Einsatzstichwort.
- Der Rechner erstellt nach dem Einsatzstichwort einen Einsatzmittelvorschlag aufgrund
der allgemeinen Ausrückeordnung und der örtlich nächstgelegenen Wache.
- Der Beamte prüft diesen Vorschlag und kann ihn eventuell noch anpassen.
- Danach erfolgt die Alarmierung der Einsatzkräfte in den betreffenden Wachen über
Lautsprecherdurchsage.
Alarmierung der Feuerwache:
- Die Alarmierung der Wachen erfolgt über ein feuerwehreigenes Kabelnetz.
- Der Leitstellen-Sachbearbeiter schaltet die Verstärkeranlagen sowie die Tonleitungen
für die Durchsage in der jeweiligen Wache ein.
- In der Wache wird Licht eingeschaltet, Gong ausgelöst, Alarmdurchsage gegeben, die
Informationen über Fahrzeuge, Adresse und Einsatzart enthält und das Alarmschreiben
mit allen Angaben wie Adresse, Namen und Uhrzeit des Notfalls, ausgedruckt.
Ausrückezeit:
Tag: maximal 2 Minuten
Nacht: maximal 2 Minuten
Ausrücken der Einsatzkräfte:
- Die Ausrückeordnung legt fest, welche Einsatzkräfte in welcher Einsatzsituation ausrücken müssen.
- Jede Wache hat einen definierten Ausrückebereich.
- Die Einsatzkräfte können so innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort sein.
- Im Durchschnitt rückt die Feuerwehr 350 Mal pro Tag aus.