Feuerwehrleute sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Bei vielen Notfallsituationen werden sie mit schweren Krankheiten,
Zerstörungen, Leid und Tod konfrontiert. Dies gilt keineswegs nur für Großschadenslagen oder medienwirksame, besonders
"spektakuläre" Einsätze. Auch der alltägliche Dienst kann mit Belastungen verbunden sein, zum Beispiel bei Einsätzen mit
erfolglos durchgeführten Wiederbelebungsmaßnahmen, Kindernotfällen und Situationen, in denen sich Einsatzkräfte selbst in
Gefahr bringen müssen, um andere Menschen zu retten.
In zahlreichen Studien wurden mögliche Folgen der Arbeit von Feuerwehrleuten inzwischen wissenschaftlich untersucht.
Demnach gehören Einsatzkräfte zu einer Risikogruppe, die statistisch betrachtet häufiger als andere Berufsgruppen z.B.
akute Belastungsreaktionen bzw. posttraumatische Belastungsstörungen entwickelt.
Die Berufsfeuerwehr Essen hat die psychischen Auswirkungen des Einsatzdienstes bereits vor vielen Jahren erkannt und
gemeinsam mit den Berufsfeuerwehren in Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Wuppertal die Gründung des Nachbereitungsteams
Rhein-Ruhr-Wupper (NRRW) unterstützt. Dieses Team setzt sich aus Notfallseelsorgern, Rettungsassistenten, Feuerwehrleuten
sowie Polizeibeamten mit einer psychologischen Zusatzausbildung zusammen. Es kann jederzeit über die Leitstelle der
Feuerwehr alarmiert werden und bietet strukturierte Gruppengespräche (so genannte "Debriefings") nach Extremeinsätzen an.
Die Teilnahme an solchen Debriefings ist selbstverständlich freiwillig.
Darüber hinaus werden derzeit weitere Feuerwehrleute zu "Peers" ausgebildet. Diese "Peers" stehen zukünftig auf den
einzelnen Feuer- und Rettungswachen als kollegiale Ansprechpartner in Krisensituationen zur Verfügung.
Fachberater für den Bereich "Psychosoziale Unterstützung" sind Herr Dr. Harald Karutz und Herr Oliver Laubrock.
Sie können erreicht werden per e-mail an
psu@feuerwehr.essen.de.

Dr. Harald Karutz
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Oliver Laubrock
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